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Möge die Straße...Ferien, Reisen, Urlaub? Nicht ohne einen Segen!


Viele gute Wünsche geben wir unseren Lieben mit, wenn sie in Urlaub fahren oder verreisen. Und auch wir selbst freuen uns über ein „Gute Reise!“ für ein eigenes Vorhaben. „Gute Reise!“ und all die anderen guten Wünsche, die einen begleiten, sind Ausdruck einer freundlichen Zugewandtheit oder auch herzlicher Verbundenheit.

Im Grunde meinen und möchten die guten Wünsche mehr als das. Sie möchten dem anderen etwas mitgeben an Behütet- und Begleitet-sein, das wir selbst gar nicht in der Hand haben. Wenn eins unserer Kinder sich zu einer Reise verabschiedet, sage ich schließlich „Gott mit dir“ und zeichne ihm - wenn es das will – mit dem Daumen ein Kreuz auf die Stirn, - ein Segen, mit dem ich Aufbrechende der Güte Gottes anvertraue.

Vieles von dem, was mich in solchen Momenten bewegt, liegt in dem Lied „Möge die Straße“ von Markus Pytlik. Das Lied ist ein irischer Reisesegen. In vielen Gottesdiensten, besonders wenn sie mit einem Aufbruch, Neuanfang oder einem Abschied gefeiert werden, wird es am Ende gesungen. Indem man es miteinander singt, nimmt man einander hinein in den Segen. Der Segen umfasst Wohlergehen und alles, was das Leben gut macht, und so auch den guten Verlauf einer Reise. Gottes Begleitung bedeutet, gut aufgehoben zu sein, Schutz, Trost, Ermutigung und Versöhnung. Darum braucht unser irisches Segenslied auch Kälte, Dunkelheit und selbst das Sterben nicht schönreden oder ausblenden. An dieser Stelle in der dritten Strophe erlaubt sich der Lieddichter sogar quasi schmunzelnd eine Anspielung. Mit der Formulierung „schon vierzig Jahre im Himmel ...“ erinnert er an die sichere Ankunft der Israeliten im gelobten Land nach vierzig Jahren Wüstenwanderung. Alles steht in Gottes Händen – auch Schweres.

Indem man einen Segen ausspricht und vielleicht dazu den anderen berührt, ereignet sich eine Intensität und berührende Verbindlichkeit. Wer segnet, sagt damit: Gott sei Dank, dass es dich gibt. Für Dich bitte ich, dass Gott mit dir geht. Er hat versprochen, es zu tun, weil er dich lieb hat als sein Kind.

Im Segen liegt ein Staunen über Gottes Güte, wie es im Psalm 36, 8 und in vielen anderen Psalmen zum Ausdruck kommt: „Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben.“

Menschen, die sich gesegnet wissen, tragen in sich eine Gewissheit. Aus ihr heraus möchten sie auch anderen zum Segen werden durch Hilfe, Rat, Widerspruch, Freundlichkeit,
Kritik und Nähe.

Auch am Ende des Reisesegens, den wir am Abend, bevor die Sommerferien beginnen, am Donnerstag, 21. Juni, um 19.30 Uhr in der Kirche zu Reinborn feiern, werden wir den irischen Reisesegen singen. Ob Sie dabei sein werden?

 

Helmut Gross

Es ist wieder soweit: Nacht der Kirchen am 31. August 2018

 Am 31. August findet die 2. Nacht der Kirchen des Dekanates Rheingau-Taunus und zugleich die 6. Nacht der Kirchen in unserer Region statt. „Dein ist der Tag und Dein ist die Nacht ...“ aus Psalm 74 ist seit Beginn 2008 das Motto der Nacht der Kirchen in dieser Region.

Wir machen voller Freude wieder mit und wollen uns, wie vor zwei Jahren auch, dabei wieder gemeinsam auf den Weg machen.

Um 18.00 Uhr beginnen wir in der Kirche Steinfischbach mit der gemeinsamen Andacht. Nach einer Orgelführung durch Hartmut Hörning geht es zu Fuß nach Reichenbach.

Dort findet um ca. 19.30 Uhr ein freies Singen, begleitet von Helmut Klinkler und Heribert Rentsch, statt, so wie wir es in den vergangenen Monaten schon dreimal miteinander sehr bereichernd erlebt haben. Nach dem Singen machen wir uns um 20.30 Uhr auf den Weg nach Reinborn. Dort kommen wir bei einer Andacht mit Taizé-Liedern zu Ruhe. Gegen 21.45 geht die Wanderung dann wieder zurück nach Steinfischbach, wo wir nach oder neben einer Turmführung (gegen 22.45 Uhr) die Nacht der
Kirchen mit Liedern am Lagerfeuer, Stockbrot und der abschließenden gemeinsamen Andacht zum Ende der Nacht der Kirchen gegen 23.45 Uhr ausklingen lassen. Die Kirchen Reinborn und Reichenbach schließen um 22.00 Uhr.

Als Begleitprogramm gibt es in unseren drei Kirchen drei verschiedene Schwerpunkte:

In Reinborn laden bereits ab 18.00 Uhr Taizé-Klänge zum Innehalten ein.

In Reichenbach ist die Kirche ebenfalls ab 18.00 Uhr geöffnet. Die in unserer Passions-Foto-Aktion und danach entstandenen Kreuz-Fotografien werden auf einer Leinwand gezeigt. Unser Küster Mirko Reichenbach bietet jeweils zur vollen Stunde eine Dachstuhl– und Turmführung an.

In Steinfischbach sind ab 18.30 Uhr die im vergangen Sommer entstandenen Fotografien „Zum Glück gibt es den Segen“ zu sehen.

Bei allen drei Kirchen gibt es Essen und Trinken - so lange der Vorrat reicht. Die Veranstaltungsorte und das vollständige Programm dieser Nacht der Kirchen finden Sie ab Mitte Juni unter: www.kirchennacht.net.

HERZLICHE EINLADUNG ZUM KIRCHPLATZFEST IM KLEINEN UND ZUM BÜCHEREITAG

 Häufiger hören wir den Evangelischen Singkreis im Gottesdienst. Einmal im Jahr gestaltet der Evangelische Singkreis aber nicht nur den Gottesdienst mit, sondern lädt anschließend zu einem gemeinsamen Fest ein. Seit einigen Jahren findet dies als „Kirchplatzfest“ rund um die Kirche Steinfischbach statt.

In früheren Jahren waren Gottesdienst und das Fest in der Katzenbach gefeiert worden. Es gab, soweit ich mich erinnern kann, kein Fest, kein Jahr, an dem wir Sängerinnen dieses Fest nicht gerne ausgerichtet hätten. Und voller Freude nahmen wir von dem Tag immer wieder guttuende Gemeinschaftserfahrungen, Freude über viele Menschen, die mit uns feierten, und Dankbarkeit gegenüber den vielen Helfern auch außerhalb des Chores mit. Gleichzeitig ist aber immer im jeweilig anstehenden Jahr nur das möglich, was mit den vorhandenen Ressourcen und den eigenen Kräften in Einklang zu bringen ist.

Deshalb gibt es in diesem Jahr, bei einer Chorstärke von derzeit „nur“ zwölf Sängerinnen, „nur“ ein Kirchplatzfest im Kleinen. Das heißt, es erwartet Sie am 10. Juni wieder ein lebendiger Gottesdienst mit schwungvollen Liedern des evangelischen Singkreises, schwungvollen Liedern zum Mitsingen, Mitmachaktionen und der Vorstellung der neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden. Anschließend feiern wie gewohnt draußen (und wer mag auch drinnen in der Kirche) weiter. Allerdings nicht mit aufgebautem Zelt, Grillgut und Salaten, sondern mit Fingerfood, herzhaften und süßen Häppchen zum Auf-die-Hand-nehmen, und natürlich auch Getränken.

Gegenüber der Kirche öffnen sich nach dem Gottesdienst die Pforten der Evangelischen Gemeindebücherei. Bis um 17.00 Uhr können Sie dort stöbern und sich eine Ausstellung über Briefe zu Gemüte führen. Kaffee, Tee und Torten sind bei halbwegs guten Wetter dort vor der Tür aufgebaut oder finden sich gegebenenfalls in den oberen Räumen des Gemeindehauses.

Wir freuen uns, wenn Sie auf diese Art mit uns feiern. Und wie es nächstes Jahr aussieht, sehen wir dann. Je mehr Frauen mitsingen, desto mehr ist bei uns musikalisch und darüber hinaus möglich. Wir proben mittwochs von 19.30 bis 21.00 Uhr (außer in den Ferien).

Für den Evangelischen Singkreis
Miriam Lehmann

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